Montag, 26. November 2012

Der Funke sprang über

In der Pause hab ich Lothar Englert erzählt, dass ich eigentlich gar kein Fan von historischen Romanen bin, dass sich  das aber heute wohl noch ändern könnte. Wer ihn erlebt, wenn er von seinen Recherchen erzählt, von Hintergründen berichtet und wie er dann aus seinem Buch vorliest.... der kann kaum widerstehen. Die Welt von David Fabricius, der lange Jahre in Osteel Pastor und außerdem Astronom war, Meta, seine Frau, eine andere Meta, die Magd - Johann Malisius, gräflicher Drost, Frerich Hoeyer, der spätere Mörder - nur einige Namen von den Personen, die Lothar Englert in seinem Roman auftauchen lässt und die er am Sonntag zum Leben erweckte. Lothar Englert, ein Autor, der nicht nur schreiben kann, sondern der es versteht sein Publikum in seinen Bann zu ziehen. Und immer wieder die Überlegung beim Zuhören, ist das nun wirklich so gewesen, oder hat er sich das ausgedacht? Vieles ist Fiktion - aber authentisch.....Und "Die holländische Brille" heißt das Buch, weil der Leda-Verlag das so wollte - nicht er.




Nicht nur die ZuhörerInnen hatten einen schönen und interessanten  Sonntagvormittag, der Autor auch. Ich zitiere aus der Mail, die wir heute von ihm bekommen haben: "Erlauben Sie mir, mich auf diesem Wege nochmals für den gestrigen Tag zu bedanken. Ich habe mich im Kultur-Forum sehr wohl gefühlt, und das lag zu einem ganz erheblichen Teil an Ihrer liebevollen Vorbereitung der Lesung, die nicht zuletzt deshalb gewiss auch mehr Resonanz verdient gehabt  hätte. Es war mir gleichwohl eine Freude, bei Ihnen gewesen zu sein, denn, wie ich gestern schon sagte; wenn der "Funke überspringt", dann ist die Zahl seiner Kontaktpunkte nachrangig."

Lothar Englert schreibt gerade an einem neuen historischen Roman und ich freu mich schon, wenn er dann bei uns daraus vorlesen wird.

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